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Energieeffizienzklassen

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Mit den steigenden Energiekosten steigt in vielen Haushalten auch das Interesse Strom zu sparen. Doch wie kann man eigentlich am besten Strom sparen? Reicht es das Licht öfter auszuschalten oder Mehrfachsteckerleisten zu nutzen? Mit Hilfe von Energieeffizienzklassen kann man wahre Stromfresser im Haus austauschen und Energiekosten sparen. Dafür muss man jedoch vorher wissen, wie sich der Stromverbrauch in etwa zusammensetzt.

Verteilung des Stromverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt

Der höchste Stromverbrauch ist in der Küche festzustellen. Hier entfallen rund 9% des Gesamtstromverbrauchs auf Küchengeräte und auf die Mahlzeitenzubereitung. Hinzu kommen 6% der Geschirrspülmaschine. Weitere 13% verbrauchen Kühlschrank und Gefrierkombi, hat man eine weitere Gefriervorrichtung, fällt diese mit weiteren 6% ins Gewicht. Somit entfallen vom Stromverbrauch eines Haushalts rund 34% alleine auf die Küche – also in etwa ein Drittel. Weitere Energieverbraucher eines Haushalts sind Waschmaschine und Trockner. Eine Waschmaschine braucht in etwa 7% aus, das Wäschetrocken (sofern ca. 2/3 der Wäsche mit einem Trockner getrocknet werden) macht 10% aus – zusammen kommen beide Haushaltsaufgaben auf 17%. Gefolgt werden Sie von 14% Energieverbrauch für die Beleuchtung. Unterhaltungselektronik wie Fernseher oder Radio kommen auf 7%. Heimbüro und diverse Klein- und Pflegegeräte fallen mit 14% ins Gewicht. Hinzu kommen nochmals 14% Allgemeinstromverbrauch.

Größtes Sparpotential

Betrachtet man den ungefähren Stromverbrauch aller Haushaltsgeräte, fällt auf, dass am meisten in der Küche und auch bei der Wäsche gespart werden kann – auf der anderen Seite aber auch am meisten „verschwendet" werden kann. Sind Waschmaschine, Trockner oder Kühlschrank veraltet, sind sie wahre Stromfresser. Wie viel eines dieser Geräte verbraucht, hängt von ihrem Alter ab. Je aktueller und hochwertiger die Geräte sind, umso stromsparender sind sie.

Energieeffizienzklassen als Indikator für stromsparende Geräte

Ein Blick auf die Energieeffizienzklasse verrät, wie gut und stromsparend ein Gerät funktioniert. Diese Zertifizierung gibt es in der EU seit dem 1994. Um das Energiesparen und energieeffiziente Geräte zu fördern wurde die Energie-Skala eingeführt, welche den Geräten „Noten" von A bis G gibt. Diese an das englische Schulsystem angelegte Notensystem bedeutet, das A besonders gut ist (also energieeffizient ist), während die Note G besonders schlecht ist (also hohen Stromverbrauch hat).

Eine große Neuerung wurde im Jahr 2010 vorgenommen. Das Europäische Parlament entschied dabei die Einführung der Energieeffizienzklasse A+++. Ebenso wurde die gesetzliche Mindesteffizienz für bestimmte Geräte – wie dem Wäschetrockner – verabschiedet. Dabei gibt es eine europäische Kennzeichungspflicht für Kühlschränke, Gefrierschränke, Wäschetrockner, Waschmaschinen, Spülmaschinen, Klimaanlagen und sogar Fernsehgeräte.

Wie wird die Energieeffizienzklasse berechnet?

Damit Energieeffizienzklassen einzelner Geräte bestimmt werden können, gibt es zunächst einen Orientierungswert. Dieser orientiert sich an einem „Durchschnittsgerät", welches eine bestimmte Größe oder ein anderes bedeutsames Merkmal erfüllt – beispielsweise die Bildschirmdiagonale eines Fernsehgeräts. Solch ein „Prototypen-Gerät" liefert dann Vergleichswerte für die Geräte, welche auf den Markt kommen. Durch die Klassifizierung der Geräte ergibt sich eine Vergleichsmöglichkeit und der tatsächliche Energieverbrauch und seine potentielle Abweichung vom Durchschnitt kann bestimmt werden. Aus diesem Vergleichswert des Energieverbrauchs ergibt sich dann der Energieeffizienzindex.

Stromsparen durch energieeffiziente Geräte oder Stromanbieterwechsel

Neben den typischen Bemühungen Strom zu sparen – beispielsweise durch das Aussschalten von Geräten, geringere Beleuchtung oder das Verwenden von Glühsparlampen – bietet der Umstieg auf energieeffiziente Geräte große Einsparmöglichkeiten. Bezieht man jedoch Strom bei einem zu teuren Anbieter, bringen all diese Sparmaßnahmen nichts. Deswegen bietet sich auch immer ein Stromanbietervergleich an. Diesen können Sie schnell und einfach mit dem Stromrechner und ein paar Angaben zu Ihrem Verbrauch bewerkstelligen.

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