Wie werden Wärmebrücken bewertet?
Wärmebrücken sind Stellen in der Gebäudehülle, an denen aufgrund von Materialwechsel, Konstruktionsmerkmalen oder Undichtigkeiten ein erhöhter Wärmedurchgang im Vergleich zur umgebenden Fläche auftritt. Diese können zu Energieverlusten, Schimmelbildung und Komforteinbußen führen. Wärmebücken werden wärme- und feuchtetechnisch bewertet.
Bei der wärmetechnischen Bewertung geht es darum, dass möglichst wenig Wärmeenergie durch die Wärmebrücke abfließt. Die Einheit hierfür ist Watt pro Kelvin.
Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert):
Dies ist ein Maß für den Wärmeverlust durch ein Bauteil. Je niedriger der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung. Wärmebrücken erhöhen lokal den U-Wert.
Längenbezogener Wärmebrückenzuschlag (Ψ-Wert):
Er beschreibt den zusätzlichen Wärmeverlust pro Meter Länge einer Wärmebrücke. Der Ψ-Wert wird oft in Berechnungen zur Energieeffizienz von Gebäuden einbezogen.
Temperaturfaktor (fRsi):
Dieser Wert gibt an, wie stark die innere Oberflächentemperatur einer Wärmebrücke unter die Raumtemperatur absinkt. Ein hoher Temperaturfaktor ist besser, da dies das Risiko von Schimmelbildung verringert. Beim Standardklima muss die Wärmebrücke so konstruiert sein, dass dieser Wert mindestens 0,7 beträgt.
Es wird davon ausgegangen, dass die relative Luftfeuchte an der Oberfläche nicht mehr als 80% betragen darf. Im Standardfall (50% Luftfeuchte, 20 Grad Raumtemperatur) ergibt sich für den Grenzwert von 80% Luftfeuchte eine Oberflächentemperatur von 12,6 Grad.
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